Mit ersten Neubauten beginnt die längerfristige Weiterentwicklung des Industrieareals Buholz in Emmen. Am 24. September 2026 erfolgte der Spatenstich für ein neues Betriebsgebäude der SOVAG und für das nachhaltige Energieversorgungssystem des Areals. Die ANLIKER Gruppe plant zudem den Neubau eines Betriebs- sowie eines Verwaltungsgebäudes im Zuge der Modernisierung ihres Werkhofs.
Das Industriegebiet Buholz in Emmen verfügt seit Jahrzehnten über ungenutzte Bauparzellen. Nun nimmt die Weiterentwicklung des Areals auf Basis eines bewilligten Gestaltungsplans Form an. Die beiden ortsansässigen Unternehmen ANLIKER und SOVAG investieren in mehrere Neubauten, aus unterschiedlichen Beweggründen.
SOVAG zieht wegen «Bypass Luzern» um
Die SOVAG Sonderabfallverwertungs AG verlegt ihren heutigen Standort im Gebiet Ibach ins Emmer Buholz. Mit dem Spatenstich vom 24. September 2026 beginnen die Bauarbeiten durch ANLIKER am neuen Betriebsgebäude der SOVAG. Dieses ist auf die Sortierung und Behandlung von wässrigen Sonderabfällen und Schlämmen ausgelegt. Der Umzug von SOVAG wird nach mehr als 40 Jahren am bisherigen Standort wegen des Nationalstrassenprojekts «Bypass Luzern» notwendig. Mit dem Neubau im Buholz bleibt das Unternehmen mit seinen rund 20 Arbeitsplätzen in der Gemeinde Emmen verankert. «Die sichere Behandlung von Sonderabfällen ist ein wichtiger gesellschaftlicher Beitrag zum Schutz der Umwelt vor schädlichen Substanzen. Auf dem Buholz-Areal haben wir einen idealen Nachfolgestandort für unsere bisherigen Anlagen gefunden. Wir und unsere langjährigen Mitarbeitenden sind darüber sehr glücklich», sagt Thomas Silvain, CEO SOVAG.
Modernisierung des Werkhofs von ANLIKER
Parallel zu den ersten Bauarbeiten läuft das Baubewilligungsverfahren für die Neubauten eines Betriebs- und eines Verwaltungsgebäudes der ANLIKER Gruppe. Deren Realisierung ist bis Herbst 2028 vorgesehen. Mit den geplanten Investitionen will ANLIKER die Leistungsfähigkeit ihres zentralen Werkhofs steigern. Dieser dient dem Bauunternehmen als logistisches Versorgungszentrum für die gesamte Deutschschweiz. Roland Dubach, VR-Delegierter und CEO der ANLIKER Gruppe, erläutert: «Mit den Bauvorhaben investieren wir gezielt in die Zukunft unseres Unternehmens und unseres Werkhofstandorts. Gleichzeitig schaffen wir die Voraussetzungen, um bestehende Infrastrukturen im Werkhof Buholz schrittweise zu erneuern und den Standort nachhaltig und im Sinne unserer Mitarbeitenden weiterzuentwickeln.»
Nachhaltiges Energiekonzept wird realisiert
Ein besonderer Schwerpunkt der Arealentwicklung liegt auf der Nachhaltigkeit. Herzstück ist eine Energieversorgungsanlage mit Grundwassernutzung, die künftig die Gebäude auf dem gesamten Areal mit Wärme und Kälte versorgen wird. Die Anlage zählt zu den grösseren ihrer Art in der Region. Damit können künftig jährlich rund 500 Tonnen CO2 eingespart werden. Die Bewilligung liegt vor und die Bauarbeiten für die Energiezentrale mit Grundwasserwärmepumpensystem beginnen mit dem Spatenstich. Ergänzt wird das Energiekonzept durch Photovoltaikanlagen auf den Dächern sämtlicher Neubauten.
Attraktive Arbeitsumgebung
Die Weiterentwicklung des Areals ist zugleich ein Bekenntnis der ANLIKER Gruppe und der SOVAG zum Standort Emmen. Mit den Investitionen sichern die beiden Unternehmen langfristig Arbeitsplätze und schaffen eine moderne Arbeitsumgebung für handwerklich-gewerbliche Mitarbeitende. Ramona Gut-Rogger, Gemeindepräsidentin von Emmen, zu den Bauvorhaben: «Der heutige Spatenstich markiert einen Meilenstein für das Industrieareal Buholz. Die Investitionen von ANLIKER und SOVAG sichern Arbeitsplätze in Emmen und ermöglichen eine nachhaltige Energieversorgung des Areals. Dieses klare Bekenntnis zum Standort Emmen stärkt unsere Gemeinde als attraktiven Wirtschaftsraum und Arbeitsort.»
Angrenzend an den bestehenden Werkhof der ANLIKER Gruppe (grau) werden auf dem Industrieareal Buholz in Emmen je zwei Gebäude für SOVAG (rot) und für ANLIKER (grün) entstehen. Am 24. September 2026 ist Spatenstich für den Bau des Betriebsgebäudes von SOVAG (rot) und für die nachhaltige Energieversorgungsanlage von ANLIKER (grüne Linie). Der nächste Schritt wird nach erfolgter Baubewilligung der Neubau eines Betriebs- sowie eines Verwaltungsgebäudes von ANLIKER (grün) sein.