Zwei Zwillingsbrücken führen die Bahnlinie zwischen Luzern und Emmenbrücke über den Fluss Kleine Emme. Die denkmalgeschützte Bauwerke werden momentan komplett instandgesetzt.
Die Brücken sind denkmalgeschützte Bauwerke mit genieteten Stahlfachwerken und stammen aus den Jahren 1922 und 1939. Der Korrosionsschutz wurde zuletzt 1987 erneuert. Um die Tragfähigkeit und Sicherheit der beiden Brücken zu gewährleisten, ist eine komplette Instandsetzung notwendig. Zudem wird die Fahrbahn auf den Brücken ersetzt.
ANLIKER führt Bauarbeiten an der Bahnlinie aus und koordiniert Subunternehmeraufträge. Involviert sind weitere Nebenunternehmer sowie die internen Baudienste der SBB Infrastruktur. Die Arbeiten sind in vier Phasen aufgeteilt und beginnen im September 2025, mit Abschluss im Frühling 2027. Mit Unterstützung der Tochtergesellschaft Interbohr wurden in der ersten Phase die bestehenden Brückenwiderlager verstärkt. Im Dezember 2025 folgte nun die zweite Phase mit der Sanierung der ersten von zwei Brücken.
Die Instandsetzung der Brücken an Ort und Stelle über dem Wasser ist wegen des laufenden Bahnbetriebs und den sehr engen Platzverhältnissen nicht möglich. Darum werden die rund 160 Tonnen schweren Brückenelemente mit einem Raupenkran Liebherr LR 11000 herausgehoben. Eine besondere Leistung des Subunternehmers EMIL EGGER, denn die Brücken müssen zwischen den Speisleitungen hindurch präzise hinaus- und hineingehoben werden.
Die Sanierung der Brückenelemente erfolgt danach in einer Einhausung neben der Strecke. Während der Instandsetzung verkehren die Züge jeweils über eine Hilfsbrücke. Die sanierten Brücken werden anschliessend wieder mit dem Kran an ihren ursprünglichen Platz gesetzt und können für mindestens 40 weitere Jahre genutzt werden.
Quelle/weitere Informationen: https://company.sbb.ch/de/bahnentwicklung/projekte/deutschschweiz/region-zentralschweiz/bruecke-emme.html