Das Bundesamt für Strassen ASTRA lässt den Autobahnanschluss A2 Egerkingen neu gestalten. Dieser Teilauftrag eines grösseren Projekts ging an eine ARGE aus ANLIKER, Tozzo und Walo Bertschinger und beinhaltet unter anderem den Bau von zwei Brücken und drei Kreiseln.
Heute führt der Verkehr von Olten teilweise durch Egerkingen. Nach der Neugestaltung des Anschlusses kann der Verkehr künftig vor der Ortseinfahrt über einen neuen Anschluss auf die Autobahn A2 geführt werden. Gebaut werden die Mattenhofbrücke und die Schlegelhofbrücke über den Dünnernkanal, drei Verkehrskreisel und eine Strassenabwasserbehandlungsanlage.
Mattenhofbrücke
Im Laufe des Herbsts 2026 soll der Dünnernkanal im Baustellenperimeter freigelegt und renaturiert werden. Die ARGE unter technischer Führung von ANLIKER finalisiert bis dahin den Neubau der Mattenhofbrücke. Die Widerlager und Pfeiler der Brücke gründen auf Bohrpfählen mit Tiefen bis zu 25 m und einem Durchmesser von 1.2 m. Das Quergefälle von bis zu 7 % sowie das Längsgefälle von 5 % stellten hohe Anforderungen an das Schalen und Betonieren. Besonders anspruchsvoll war der Kräfteverlauf auf die Schalung beim Einbringen des Betons.
Hauseigene Schalungslösung
Die Schalung wurde vollständig durch den ANLIKER Schalungsbau im zentralen Werkhof realisiert. Das System basierte auf Nagelplattenbindern und umfasste 600 m² Schalung für Sichtbetonqualität Typ 4.1.4. Der Schalungsboden lag auf einem Lehrgerüst, darauf entstand der Betonkörper. Die Lagekontrolle der Schalung erfolgte mittels Robotic-Totalstation und 3D-Modell.
Anspruchsvoller Ingenieurbau
Fünf Spannkabel wurden in drei Etappen auf insgesamt 430 t vorgespannt. Der Beton entspricht der Festigkeitsklasse C40/50 mit 400 kg Zement pro Kubikmeter. Insgesamt wurden 400 m³ Beton mit Pumpe und Kran eingebracht. Für den Oberflächenabschluss kam ein Betonflächenfertiger zum Einsatz. ANLIKER Projektleiter Etienne Schlumpf: «Die Mitarbeitenden auf der Baustelle leisten top Arbeit und sind bei jedem Wetter motiviert und fokussiert auf das Ziel. Dank ihnen und einer hervorragenden Zusammenarbeit in der Arbeitsgemeinschaft konnte das straffe Bauprogramm so weit eingehalten werden.»